Isolation Nr. 1.

Quarantäne

Während der Quarantäne mache ich fast täglich Bilder von unseren drei Kundern und veröffentlichte diese über Instagram und Facebook. Es soll ein Versuch sein, ein Fototagebuch zu führen. Durch die Quarantäne gab es dafür endlich Zeit und Anlass.


Meine Kinder genossen diesen ersten Monat sehr. Sie erhielten endlich Selbstbestimmungsrechte, sie können lernen wann und wie sie wollen. Manchmal bat ich sie kurz still zu halten, damit ich meine Kamera holen konnte. Manchmal haben sie mit mir auch meine Fotoideen direkt umgesetzt. Dafür danke ich ihnen von Herzen. Jetzt werden ihre Kinderfotoalben mit ungewöhnlich vielen schwarzweiß Fotografien bereichert.

Nur Schwarzweiß?

Da das Anliegen der Schwarzweißfotografie die Reduktion auf Struktur, Licht, Schatten und die Abstraktion ist, ermöglicht sie dem Fotografen den Blick des Betrachters auf das Wesentliche zu lenken. Außerdem empfand ich viele Farben in der Situation als deplatziert.

Ich liebe schwarzweiß Bilder über alles, aber ich musste feststellen, dass nicht alle Lichtverhältnisse und Motive dafür geeignet sind. Beispielsweise das Foto Margarita am Fenster, das auch von Vogue veröffentlicht wurde, erschien in schwarzweiß weniger vorteilhaft. Ich änderte deshalb meine hohen Ansprüche an mich selber und nahm das eine oder andere farbige Bild in die Serie auf.

Zum Schluss

„Wenn ich die Geschichte in Worten erzählen könnte, bräuchte ich keine Kamera herumzuschleppen“ sagte einst Lewis Hine, deshalb belasse ich beim Versuch, einen guten Text über meine Intentionen zu schreiben sein und wünsche viel Spaß beim Betrachten der Bilder.