Kategorie: Teenager

Das Leben hier und jetzt. Dokumentarische Familien – Fotostory

Was ist es, dass uns neu und frisch ziemlich unbedeutend erscheint, aber mit jedem Jahr das vergeht wertvoller wird? Zu der Beschreibung könnte ein Wein oder Whisky passen, obwohl – mit diesen Gütern haben wir bereits unsere Erfahrungen gesammelt und sind von vornherein bereit Zeit und Geld zu investieren. Vielleicht die Liebe? Durchaus möglich, denn wenn man sie richtig behandelt, wächst und reift die Liebe über die Jahre. Am Anfang sind wir doch so verliebt und würden unsere Liebe auf keinen Fall unterbewerten, sondern umgekehrt.

Also was ist das dann? Meine Antwort: Es ist die Fotografie. Haben Sie sich Ihre Kinderfotos angesehen? Oder die Fotos aus ihrer Jugend? Womöglich gefielen sie sich damals nicht? 30 Jahre später sehen Sie sich diese Fotos an und staunen, was für ein netter junger Mensch hier so attraktiv in die Kamera lächelt. Sie sehen nicht nur ein altes Foto, sondern eine Geschichte ohne Worte. Dieser Schnappschuss bildet vor allem den Hauptdarsteller oder die Hauptdarstellerin ab. Es sind Sie oder eine andere Person die Sie kennen, es zeigt deren Leben, nicht nur damals sondern auch heute, Charakter, Ziele, Wünsche, Schwächen, Stärken und innere Erfahrungen.

Die Tiefe eines Fotos kann sehr weit gehen, die Erinnerungen oder Tatsachen, die das Foto beinhaltet können Ihre Gefühle zum Schaukeln bringen, auf Sie aufwühlen oder inspirieren.

Neulich fragte ich mich, warum mache ich eigentlich dokumentarische Fotografie so gerne?

Aus Liebe zu Ordnung und Struktur habe ich hier ein paar Punkte aufgeschrieben:

1. Dokumentarische Fotografie ist natürlich

Die Authentizität jeder Sekunde kann nicht durch inszenierte Fotos ersetzt werden. So, wie es unmöglich ist, Glück, Schmerz, Freude oder Trauer auf Bestellung zu erfahren. Die ganze Gegenwart kann nur erlebt werden.

2. Das ist unser Leben

Es ist unser Leben, mit all seinen winzigen zerbrechlichen Momenten des Glücks.
Es gehört Ihnen – und nicht unbekannten Menschen, die in Richtung Sonnenuntergang laufen oder sich vor künstlichen Kaminen oder anderen Fotohintergründen fotografieren lassen – an Orten und in Posen, die Ihrer Familie fremd sind.

3. Unsere Erinnerungen

Es wird interessant sein, alles wieder zu erleben. In der Tat durchleben Sie während der Fotosessions Ihren gewohnten Alltag, aus dem Ihre Erinnerungen danach bestehen.

4. Unsere Beziehungen und Emotionen

Beim Familienfotoshooting lernen Ihre Kinder, das Leben zu verstehen. Sie können jederzeit die Situation auf dem Foto besprechen, über die Gefühle sprechen, die sie in der Situation haben, und erklären, wie sie damit umgehen sollen. Die Fotos sind ein Lehrbuch über die Psychologie Ihrer Familie.

5. Es ist schön!

Beim Backen nicht stören

In jedem Fall ist unser tägliches Leben voller fragiler Ästhetik, die es verdient, eingefangen zu werden. Auf den Fotos sehen Sie die Schönheit einfacher und vertrauter Dinge.
Das Leben, Lieblingssachen, Ihr Zuhause, süße kleinen Dinge der Kinder, die aus der Kindheit in Erinnerung bleiben und niemals verschwinden.

Ihre Familie verdient ihre eigene Fotostory.

Viele Jahre später werden sich die Kinder beim Betrachten dieser Fotos an Ihre einzigartige Familiengeschichte, Geräusche und Gerüche ihrer Kindheit erinnern… In Zukunft wird dies Ihnen die Möglichkeit geben, sich fest zu umarmen, Fotos anzusehen und sich zu erinnern – wie Sie waren, was Sie gerne zusammen machten, worüber Sie gelacht haben oder umgekehrt, warum Sie verärgert waren oder was nicht gemocht haben…

Dies ist Ihre eigene unbezahlbare, wahre und wunderschöne Fotostory.

Interesse geweckt?

Dann freue ich mich auf ihre Kontaktaufnahme über kontakt@victoriabelikova.de oder direkt über das Kontaktformular:

Noch nicht Teenager, aber auch kein Kind mehr

Eines Nachmittages kam meine große Tochter vorbei um nachzusehen was ich im Büro so mache. Als sie kam, bereitete ich gerade ein Fotoset für einen Wettbewerb vor.

Ja, gelegentlich lasse ich mir den Spaß nicht entgehen und nehme an solchen Veranstaltungen teil.

Ohne Aussicht auf eine positive Antwort, habe ich meiner Tochter vorgeschlagen, sie zu fotografieren. Völlig überraschend war sie plötzlich einverstanden und schaute gerne in die Kamera.

Ich schätze sehr diese „unsere“ Zeit zu zweit, wo nur ich und sie sind, in einer großen Familie ist immer was los. Diese, etwas melancholischen Bilder, erinnern mich an mich als ich zwölf Jahre alt war, obwohl nur wenige Fotos von damals habe.

Für meinen Wettbewerb habe ich die Fotos hinterher gemacht, meistens sind das Selbstportraits, die eine bestimmte Idee oder Emotion vermitteln sollen.

Da ich mittlerweile der Meinung bin, dass nichts zufällig passiert, habe ich entschieden zwei Fotografien von mir und von Ihr zu kombinieren. So entstand dieses Diptychon, ein zusammen geschweißtes Bild.